2014 May 05: Exchange year in the US was a nightmare / Austauschjahr in den USA wurde zum Albtraum

From 20 Minuten – Germany
Austauschjahr in den USA wurde zum Albtraum
«Dreckskerl» nannte die EF-Koordinatorin den 16-Jährigen, und seine Gastfamilie kontrollierte ihn von A bis Z. Wie das Austauschjahr eines Zürchers in Kalifornien zum Horror wurde.

storybild
Für den 16-jährigen Konstantin begann das Austauschjahr in Kalifornien – hier die Golden-Gate-Brücke in San Francisco – unschön. (Bild: Keystone/AP/Eric Risberg)

 

«Bist Du bereit für das grosse Abenteuer?», fragt die Firma EF Education First in ihrer Werbung. «Während deines EF High School Years hast du die einmalige Chance, neue Herausforderungen anzunehmen, viele nette Menschen kennen zu lernen, eine Fremdsprache zu erlernen und erwachsen zu werden.» Klingt gut, doch der 16-jährige Konstantin aus Zürich hat keine guten Erinnerungen an den Beginn seines Austauschjahres 2012 in Kalifornien.

Von Beginn sei er in seinem neuen Zuhause mit Vorwürfen konfrontiert gewesen: «Meine Gastmutter baute ein Kontrollsystem auf, verbot mir auszugehen, drohte mir mit Konsequenzen bei Alkoholkonsum und nahm mir meinen Laptop und mein Handy weg», sagte Konstantin dem «Tages-Anzeiger». Sie solle ihn sogar beschuldigt haben, 500 Dollar von ihr gestohlen zu haben. Die Gastmutter und die EF-Hauptkoordinatorin Sandra Woods sollen dabei in permanentem Kontakt gestanden haben. Nach diversen Vorwürfen drohte Konstantin die Kündigung und die frühzeitige Heimreise.

Mehr Provisionen einstreichen

Es kam gemäss «Tages-Anzeiger» der Verdacht auf, dass die Hauptkoordinatorin sehr daran interessiert war, Konstantin frühzeitig nach Hause zu schicken. So könnte sie einen anderen Schüler in der Gastfamilie platzieren und mehrfach Provisionen einstreichen. Diese Vorgehensweise wird im Bericht durch den Ex-EF-Koordinator William Alexander bestätigt, der sich nach seiner Kündigung an das Departement of State in Washington wandte. Zudem bestätigte Alexander laut «Tages-Anzeiger», dass Woods eine persönliche Aversion gegen Konstantin hatte. Alexander suchte für Konstantin schliesslich eine neue Familie, wo er sein EF Highschool Year zu Ende bringen konnte.

Der Fall war aber deswegen noch nicht abgeschlossen. Konstantins Mutter wehrte sich weiter und erreichte schliesslich, dass Danielle Grijalva, Direktorin der ausländischen Studenten in Kalifornien, beim Departement of State eine Beschwerde gegen Woods einreichte. Dabei wurde auch aus dem SMS-Verkehr zwischen Woods und Alexander betreffend dem Austauschschüler Konstantin zitiert. Demnach schrieb Woods Dinge wie «I wish we could just send his ass home.» (Ich wünschte mir, wir könnten diesen A… einfach heimschicken) oder «He’s a punk.» (Er ist ein Dreckskerl).

«Kinder werden hin- und hergeschoben»

Grijalva sagte dem «K-Tipp»: «Das Problem von EF und ähnlichen Organisationen ist, dass sie nicht genug passende Gastfamilien finden. Deshalb werden die Kinder ständig hin- und hergeschoben.» Sie kritisierte auch das Besoldungssystem für EF-Betreuer, die auf Provisionsbasis arbeiteten. Pro Austauschschüler gebe es mindestens 300 Dollar. Je mehr Schüler EF-Betreuer unterbringen würden, desto mehr Boni bekämen sie.

Zwischen der Mutter von Konstantin und dem Zürcher Büro von EF gab es zwar nach diversen Anläufen der Mutter ein Gespräch. Dabei habe EF zwar zugegeben, dass nicht alles optimal gelaufen sei, doch erhielt sie weder eine Entschuldigung noch eine finanzielle Entschädigung. Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» äusserte sich EF-Programmleiter Mario Tschopp schriftlich: «Der Fall ist uns bekannt, und wir haben die angezeigten internen Schritte unternommen (…).» Unklar bleibt, ob Woods weiterhin bei EF tätig ist – dazu will man sich aus «Gründen des Persönlichkeitsschutzes» nicht äussern.

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Google translation:
He had from the beginning been confronted in his new home with allegations: “My host mother built a system of control, forbade me to go out, threatened me with consequences of alcohol consumption and took my laptop and my phone away,” Constantine said the Tages-Anzeiger, She should have even accused him of having stolen $ 500 from her. The host mother and the EFmain coordinator Sandra Woods should it have been in constant contact. After various allegations Constantine threatened termination and early departure.

Reap more commissionsIt came under “Tages-Anzeiger” suspected that the main coordinator was very interested in Constantinople to send home early. So they could place another student in the host family and multiple reap commissions. This approach is confirmed in the report by the ex-EFcoordinator William Alexander, who turned in his resignation to the Department of State in Washington. In addition, according to Alexander confirmed “Tages-Anzeiger” that Woods had a personal aversion to Constantine. Alexander was looking for Constantine finally a new family where he EF High School Year could be put to an end.The case was therefore but not yet completed. Constantine’s mother struggled further, and finally reached that Danielle Grijalva, director of foreign students in California, the Department of State filed a complaint against Woods. Here the exchange student Konstantin was also quoted on the SMS traffic between Woods and Alexander. According to Woods wrote things like I wish We could just send his ass home.” (I wish we could this A … simply send home) or He’s a punk.” (He’s a bastard).“Children are pushed back and forthGrijalva said the “K-Tip“: “The problem of EF and similar organizations, that they can not find enough suitable host families. Therefore, the children are constantly being pushed around. “She also criticized the system of remuneration for EFworkers, who worked on a commission basis. Per exchange students there were at least 300 dollars. The more students would accommodate EFworkers, the more bonuses they would get.

Between the mother of Constantine and the Zurich office of EF although there were various attempts by the mother a call. This EF had indeed admitted that not everything was done perfectly, but received neither an apology nor a financial compensation. Compared to the “Tages-Anzeiger” is EF program director Mario Tschopp expressed written: The case is known to us, and we have the next internal steps taken (…).” It is unclear whether Woods continues to work with EF – to if one is not comment of privacy protection reasons”.

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